Lesen üben (nicht nur) bei LRS: Wie du dein Kind unterstützt, ohne Druck aufzubauen
KI-generiert
Wort für Wort, mit kleinen Pausen und manchmal mit einem geratenen Wort dazwischen: So kann Lesen für ein Kind mit LRS aussehen. Irgendwann stellen sich viele Eltern deshalb die gleiche Frage: Muss mein Kind einfach nur mehr lesen?
So naheliegend dieser Gedanke ist, mehr Lesen allein ist nicht automatisch die Lösung. Entscheidend ist vielmehr, wie geübt wird, welche Texte gewählt werden und ob die Anforderungen zum aktuellen Lesestand des Kindes passen.
Lesen ist eine komplexe Leistung. Ein Kind muss geschriebene Buchstaben und Buchstabenfolgen erkennen, sie mit Lauten verbinden, Wörter erfassen und gleichzeitig verstehen, was der Text bedeutet.
Ein bekanntes Modell der Leseforschung, die Simple View of Reading, beschreibt Leseverständnis vereinfacht als Zusammenspiel von Worterkennung beziehungsweise Dekodieren und Sprachverständnis. Beide Bereiche tragen dazu bei, dass ein Text verstanden werden kann. Das Modell bildet nicht sämtliche Prozesse des Lesens ab, ist aber ein hilfreicher Ausgangspunkt, um Leseschwierigkeiten besser einzuordnen.
Wenn das Erlesen einzelner Wörter noch viel Aufmerksamkeit beansprucht, fällt es entsprechend schwerer, sich gleichzeitig auf den Inhalt zu konzentrieren. Deshalb ist beim Lesen üben bei LRS nicht möglichst viel Übungszeit das Ziel. Sinnvoller sind überschaubare, passende und regelmäßig wiederkehrende Übungssituationen.
Warum Kindern mit LRS das Lesen oft so schwerfällt
Bei einer Lese-Rechtschreibstörung beziehungsweise ausgeprägten Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten können unter anderem das genaue und flüssige Erkennen von Wörtern sowie die sichere Zuordnung von Buchstaben und Lauten erschwert sein.
Während geübte Leser viele Wörter schnell und weitgehend automatisch erkennen, müssen unsichere Leser Wörter häufiger Schritt für Schritt entschlüsseln. Das beansprucht viel Aufmerksamkeit und erklärt, warum bereits ein kurzer Text für manche Kinder wesentlich anstrengender sein kann, als Erwachsene zunächst vermuten.
Ein langsam lesendes Kind braucht nicht automatisch mehr Druck oder längere Übungszeiten. Es braucht vor allem Übungen, die an seinem aktuellen Lesestand ansetzen.
Forschung zur Leseförderung zeigt, dass insbesondere angeleitetes und wiederholtes lautes Lesen die Leseflüssigkeit unterstützen kann. Positive Effekte zeigen sich besonders dann, wenn Wiederholungen mit Anleitung, einem guten Lesemodell und hilfreicher Rückmeldung verbunden werden.
Wenn du noch genauer verstehen möchtest, woran sich LRS zeigen kann, welche Hinweise typisch sind und welche Unterstützung für dein Kind sinnvoll sein kann, findest du in meinem Artikel „LRS erkennen & endlich richtig helfen“ weitere Informationen und praktische Orientierung.
9 Ideen, mit denen ihr Lesen üben könnt
Die folgenden Ideen können eine gezielte Förderung nicht ersetzen. Sie eignen sich jedoch gut als kleine Bausteine für den Alltag und lassen sich an den aktuellen Lesestand deines Kindes anpassen.
1. Lieber kurz und regelmäßig als lange am Stück
Für viele Kinder mit Leseschwierigkeiten sind kurze Übungsphasen leichter zu bewältigen als lange Lesesitzungen. Du könntest beispielsweise mit etwa zehn Minuten beginnen und beobachten, ob dein Kind aufmerksam bleibt, ob sich gegen Ende Fehler häufen oder ob bereits Frust entsteht.
Die Minutenangabe ist dabei keine feste wissenschaftliche Grenze, sondern lediglich eine praktische Orientierung. Viel wichtiger ist es, die Einheit möglichst zu beenden, bevor dein Kind völlig erschöpft oder frustriert ist.
Ein fester kurzer Zeitpunkt kann zusätzlich helfen. Dein Kind weiß dann, dass ihr jetzt für eine überschaubare Zeit lest und die Übung anschließend auch wirklich beendet ist.
KI-generiert
2. Wörter in kleinere Einheiten zerlegen
Lange Wörter können auf den ersten Blick überwältigend wirken. Hier kann es helfen, Wörter zunächst in kleinere sprechbare Einheiten zu gliedern. Aus einem langen Wort wie „Sonnenblume“ werden beispielsweise die überschaubaren Einheiten „Son-ne-blu-me“.
Je nach Förderansatz können dabei Silbenbögen, farbliche Markierungen oder das gemeinsame Sprechen hilfreich sein. Silben sind dabei ein Hilfsmittel und kein Selbstzweck. Das Ziel bleibt, dass dein Kind Wörter zunehmend sicherer und automatischer erkennt.
3. Gemeinsam lesen statt nur daneben sitzen
Eine hilfreiche Möglichkeit ist das begleitete Lesen. Dabei sitzt du nicht einfach daneben und korrigierst Fehler, sondern ihr lest tatsächlich gemeinsam.
Du kannst beispielsweise einen kurzen Abschnitt zunächst selbst vorlesen. Danach lest ihr ihn gemeinsam oder dein Kind übernimmt einzelne Sätze. Eine weitere Möglichkeit ist das synchrone Lesen, bei dem du und dein Kind denselben Text zunächst gemeinsam laut lesen und du deine Stimme nach und nach zurücknimmst.
Dadurch hört dein Kind, wie ein Satz flüssig klingt, und bekommt gleichzeitig Unterstützung bei schwierigen Stellen.
4. Einen kurzen Text mehrmals lesen
Wiederholtes Lesen gehört zu den gut untersuchten Verfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit. Dafür eignet sich ein kurzer Text, der dein Kind fordert, aber nicht überfordert.
Beim ersten Lesen müssen vielleicht noch viele Wörter erarbeitet werden. Beim zweiten Durchgang erkennt dein Kind bereits einiges wieder und beim dritten Lesen klingt derselbe Abschnitt häufig deutlich sicherer.
Genau dieser Unterschied kann für ein Kind sehr motivierend sein, denn der Fortschritt wird unmittelbar hörbar. Statt nur zu hören, dass Übung wichtig ist, erlebt dein Kind selbst, dass etwas leichter geworden ist.
💡 Lernzauber-Tipp
Wähle lieber einen etwas leichteren Text, den dein Kind beim wiederholten Lesen zunehmend sicher bewältigen kann, als einen schweren Text, bei dem beinahe jedes Wort zum Stolperstein wird.
5. Lautlesen gezielt einsetzen
Beim Lautlesen kannst du gut hören, an welchen Stellen dein Kind noch Unterstützung benötigt. Dabei geht es nicht darum, ein Kind vorzuführen oder jeden Fehler sofort zu kommentieren.
Hilfreicher ist ein geschützter Rahmen mit einem kurzen Text und möglichst wenig Leistungsdruck. Du kannst einen Satz vormachen, gemeinsam lesen oder schwierige Wörter schon vor dem Lesen kurz besprechen.
Forschung zur Leseflüssigkeit unterstützt besonders angeleitetes wiederholtes Lautlesen mit Rückmeldung. Reines zusätzliches Lesen ohne passende Unterstützung ist deshalb nicht dasselbe wie gezieltes Lesetraining.
Statt deinem Kind zu sagen, dass es einfach mehr lesen müsse, kannst du den Fokus darauf richten, gemeinsam genau die Stellen zu üben, die ihm noch schwerfallen.
📥 Noch mehr Ideen für entspanntes Lernen
Wenn du dein Kind auch in anderen Lernsituationen ohne unnötigen Druck begleiten möchtest, findest du in meinem kostenlosen E-Book „Mit Leichtigkeit und Freude lernen“ neun alltagstaugliche Ideen, die Lernfreude und Selbstvertrauen stärken können.
Kostenloses E-Book sichern6. Lesen darf auch ein Spiel sein
Nach einem langen Schultag haben viele Kinder wenig Lust auf eine weitere Unterrichtssituation am Küchentisch. Deshalb darf Lesen im Alltag auch spielerischer aussehen.
- Eine kleine Schatzsuche mit kurzen Lesehinweisen
- Ein Wortkarten-Memory mit bekannten und neuen Wörtern
- Ein Würfelspiel mit kurzen Lesesätzen
- Einen Einkaufszettel gemeinsam lesen
- Ein einfaches Rezept lesen und anschließend ausprobieren
- Lustige Quizfragen lesen und beantworten
- Kurze Nachrichten füreinander schreiben und lesen
- Beim Lesen und Vorlesen immer wieder abwechseln
Dabei muss nicht jede Aktivität möglichst pädagogisch gestaltet sein. Manchmal ist der wichtigste Effekt, dass Lesen einmal nicht mit Leistungsdruck verbunden wird.
7. Der Text muss zum Lesestand passen und nicht nur zum Alter
Die Angabe „für die dritte Klasse“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Text für jedes Kind in der dritten Klasse geeignet ist. Gerade bei LRS kann der tatsächliche Lesestand von der Klassenstufe abweichen.
Achte deshalb darauf, ob dein Kind den größten Teil des Textes bewältigen kann. Wenn nahezu jedes zweite Wort zum Stolperstein wird, ist der Text für eine Übung zur Leseflüssigkeit wahrscheinlich zu schwierig.
Große Schrift, kurze Absätze, ausreichend Weißraum und überschaubare Textmengen können das Lesen zusätzlich erleichtern. Mindestens genauso wichtig ist jedoch das Thema, denn ein Kind beschäftigt sich meist lieber mit Texten über Dinge, für die es sich wirklich interessiert.
Ein Kind, das Dinosaurier liebt, wird sich vermutlich eher auf einen Dinosauriertext einlassen als auf eine Geschichte, deren Thema es überhaupt nicht anspricht.
KI-generiert
8. Fortschritte sichtbar machen
Kinder mit LRS vergleichen sich schnell mit Kindern, denen das Lesen leichter fällt. Dadurch kann der Eindruck entstehen, trotz aller Anstrengung kaum Fortschritte zu machen.
Deshalb lohnt es sich, Fortschritt nicht nur an Schulnoten oder Lesegeschwindigkeit festzumachen. Ein kleines Lesetagebuch kann bereits helfen, Veränderungen sichtbar zu machen.
Nach einer Übung könnt ihr beispielsweise festhalten:
- welchen Text dein Kind gelesen hat
- welches schwierige Wort heute leichter ging
- welcher Satz beim zweiten Lesen flüssiger klang
- wie sich dein Kind beim Lesen gefühlt hat
Besonders schön kann eine kleine Liste mit der Überschrift „Das kann ich inzwischen“ sein. Wörter, die früher schwierig waren und heute sicher gelesen werden, machen Fortschritte sichtbar, die im Alltag sonst schnell übersehen werden.
9. Fehler korrigieren, ohne das Lesen ständig zu unterbrechen
Beim Umgang mit Lesefehlern würde ich nicht mit einer starren Regel arbeiten. Nicht jeder Fehler muss sofort kommentiert werden, andererseits ist es auch nicht sinnvoll, wiederkehrende Schwierigkeiten grundsätzlich stehen zu lassen.
Entscheidend ist die Frage, welche Unterstützung dein Kind in diesem Moment benötigt. Bei einem schwierigen Wort kannst du beispielsweise auf den Wortanfang aufmerksam machen, eine Silbe gemeinsam lesen oder das Wort zunächst einmal vormachen.
Auch eine Aufforderung wie „Lies den Satz noch einmal und schau, ob er für dich so Sinn ergibt“ kann deinem Kind die Möglichkeit geben, einen Fehler selbst zu entdecken.
So bleibt Korrektur eine Unterstützung beim Lesen und wird nicht zu einer ständigen Bewertung.
Ein einfacher 10-Minuten-Ablauf für zu Hause
Wenn du die Ideen direkt ausprobieren möchtest, kann eine kurze Leseeinheit beispielsweise so aussehen:
Minute 1 bis 2: Schaut euch einen kurzen Text gemeinsam an. Schwierige Wörter könnt ihr vorher markieren oder kurz besprechen.
Minute 3 bis 5: Du liest einen kleinen Abschnitt vor oder ihr lest ihn gemeinsam.
Minute 6 bis 8: Dein Kind liest denselben Abschnitt selbst und bekommt bei schwierigen Stellen Unterstützung.
Minute 9: Der kurze Abschnitt wird noch einmal gelesen, damit dein Kind den Unterschied zum ersten Lesen wahrnehmen kann.
Minute 10: Ihr schaut gemeinsam darauf, was beim zweiten Lesen bereits leichter gegangen ist, und beendet anschließend die Übung.
Auch wenn noch nicht alles sicher gelingt, darf die Einheit anschließend beendet werden. Gerade beim Lesen üben bei LRS ist eine regelmäßige und passende Förderung wertvoller als eine einzelne besonders lange Übung.
Was Eltern beim Lesen üben beobachten können
Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf Leseübungen. Deshalb würde ich weniger auf starre Vorgaben schauen und stärker beobachten, an welchen Stellen das Lesen für dein Kind schwierig wird.
- Wann wird dein Kind beim Lesen unsicher?
- Welche Wörter bereiten immer wieder Schwierigkeiten?
- Hilft gemeinsames Lesen oder macht es dein Kind eher nervös?
- Ist der ausgewählte Text möglicherweise zu schwierig?
- Kann dein Kind den Inhalt gut verstehen, obwohl das Lesen noch stockend klingt?
Solche Beobachtungen können auch für Lehrkräfte, Förderkräfte oder eine Lerntherapie hilfreich sein. Gleichzeitig verändert sich dadurch häufig der Blick auf die Schwierigkeiten deines Kindes.
Statt lediglich festzustellen, dass dein Kind zu langsam liest, wird genauer sichtbar, an welcher Stelle der Leseprozess schwierig wird und welche Unterstützung möglicherweise hilfreich sein könnte.
Mehr lesen ist nicht automatisch besser
Natürlich brauchen Kinder Gelegenheiten zum Lesen. Gerade bei ausgeprägten Leseschwierigkeiten sollte die Antwort jedoch nicht einfach darin bestehen, die tägliche Lesezeit immer weiter zu verlängern.
Forschung zur Leseflüssigkeit zeigt, dass strukturiertes Üben, wiederholtes Lesen, ein gutes Lesemodell und hilfreiche Rückmeldungen wichtige Bestandteile einer wirksamen Förderung sein können.
Nicht allein die Zahl der gelesenen Seiten entscheidet. Viel wichtiger ist, dass die Übung zum Kind und zu seinem aktuellen Lesestand passt.
Wenn dein Kind keine Lust mehr aufs Lesen hat
Gerade bei Kindern mit anhaltenden Leseschwierigkeiten kann die Motivation mit der Zeit nachlassen. Wer wiederholt erlebt, dass eine Aufgabe viel Anstrengung kostet und trotzdem nicht so leicht gelingt wie bei anderen Kindern, geht verständlicherweise irgendwann weniger gern an diese Aufgabe heran.
In dieser Situation würde ich zunächst nicht versuchen, die Übungszeit zu erhöhen. Stattdessen lohnt es sich zu überlegen, ob der Text vielleicht zu schwierig ist, dein Kind bereits müde ist, die Einheit zu lange dauert, während des Lesens sehr viel korrigiert wird oder das Thema dein Kind überhaupt nicht interessiert.
Manchmal bringt eine Veränderung an diesen Stellen deutlich mehr als eine weitere Viertelstunde Lesen.
Mein Fazit: Lesen üben bei LRS darf klein anfangen
Ein Kind muss nicht jeden Nachmittag viele Seiten schaffen, damit Lesenlernen gelingt. Manchmal reicht ein kurzer Text, ein kleiner Abschnitt oder sogar ein schwieriges Wort, das heute ein wenig leichter gelesen wird als noch vor einigen Tagen.
Die Forschung zur Leseflüssigkeit liefert gute Gründe dafür, angeleitetes, wiederholtes und passend dosiertes Lesen zu nutzen. Gleichzeitig gibt es nicht die eine Übung, die für jedes Kind gleichermaßen gut funktioniert.
Beim Lesenüben können deshalb drei Fragen besonders hilfreich sein:
- Passt die Aufgabe zum aktuellen Lesestand meines Kindes?
- Bekommt mein Kind Unterstützung, wenn es sie tatsächlich benötigt?
- Kann mein Kind während der Übung erleben, dass ihm etwas gelingt?
Wenn diese Punkte berücksichtigt werden, verändert sich häufig auch die Atmosphäre beim Lesen. Aus einer täglichen Pflicht kann Schritt für Schritt eine gemeinsame Übungssituation werden, in der dein Kind Unterstützung bekommt und eigene Fortschritte wahrnehmen kann.
Häufige Fragen zum Lesen üben bei LRS
Wie lange sollte mein Kind täglich Lesen üben?
Es gibt keine Minutenanzahl, die für jedes Kind mit LRS gleichermaßen richtig ist. Für zu Hause sind kurze Einheiten häufig praktikabler als lange Übungszeiten. Du kannst beispielsweise mit etwa zehn Minuten beginnen und dich daran orientieren, wie aufmerksam und belastbar dein Kind bleibt.
Hilft tägliches Lesen bei LRS?
Regelmäßiges Üben kann sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch nicht allein, wie häufig gelesen wird, sondern auch, wie geübt wird. Angeleitetes Lesen, wiederholtes Lesen kurzer Texte und gezielte Unterstützung sind für die Förderung der Leseflüssigkeit gut untersucht.
Wie kann ich spielerisch Lesen üben?
Gut eignen sich kurze Alltagssituationen wie Rezepte, Schatzsuchen, Wortkarten, Spielanleitungen, kleine Nachrichten oder Quizfragen. Wichtig ist, dass der Leseanteil überschaubar bleibt und aus einem Spiel nicht unbemerkt eine lange zusätzliche Schulübung wird.
Soll mein Kind denselben Text mehrmals lesen?
Wiederholtes Lesen kann sehr sinnvoll sein und gehört zu den wissenschaftlich gut untersuchten Verfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit. Besonders hilfreich ist es, wenn der Text zum Lesestand des Kindes passt und es bei schwierigen Stellen Unterstützung und Rückmeldung erhält.
Wann sollte professionelle Unterstützung dazukommen?
Wenn Leseschwierigkeiten deutlich ausgeprägt sind, über längere Zeit bestehen bleiben oder Schule, Alltag und Selbstvertrauen stark belasten, sollte nicht ausschließlich zu Hause weitergeübt werden. Eine fachliche Abklärung kann helfen herauszufinden, welche Schwierigkeiten vorliegen und welche Form der Förderung sinnvoll ist.
Quellen und weiterführende Literatur
Hoover, W. A. & Gough, P. B. (1990): The Simple View of Reading. Reading and Writing, 2, 127 bis 160.
Lee, J. & Yoon, S. Y. (2017): The Effects of Repeated Reading on Reading Fluency for Students With Reading Disabilities: A Meta-Analysis. Journal of Learning Disabilities, 50(2), 213 bis 224.
Stevens, E. A., Walker, M. A. & Vaughn, S. (2017): The Effects of Reading Fluency Interventions on the Reading Fluency and Reading Comprehension Performance of Elementary Students With Learning Disabilities. Journal of Learning Disabilities, 50(5), 576 bis 590.
Ripoll Salceda et al. (2014): The Simple View of Reading in Elementary School: A Systematic Review.
AWMF: Diagnostik und Behandlung bei der Lese- und/oder Rechtschreibstörung, Registernummer 028-044.







